Mittwoch, 05. August 2020, 18:57

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Mein Weg zum Arztsein:

 

Lernen und Leiden am gegenwärtigen System und seiner häufig fehlenden Menschlichkeit, am mechanistischen Menschenbild, an den Trugschlüssen unzähliger "Studien" und Autoritäten, die unseren Therapiealltag bestimmen wollen.

Neuer Zugang zum Heilen durch unkonventionelle Methoden, Erkennen von deren Stärken und Schwächen, eine nebenwirkungsarme, menschliche Medizin unter Berücksichtigung von naturheilkundlichen Haus- und Heilmitteln ist meist möglich! Kritische Sicht von Esoterik-Kitsch und Scharlatanerie. Sorgfältige Auswahl fundierter naturheilkundlicher Wege. Nachhaltigkeit auch in der Medizin.

Mein Ziel bei der Betreuung von Menschen

_MG_9398.jpgWeg vom "Patienten" (Duldenden) hin zum selbstbestimmten Menschen, zum "Potienten" (seiner selbst Mächtigen), der seine Stärken und Schwächen kennt und weiß, seine Ressourcen klug bei seiner Gesunderhaltung einzusetzen. Kontrolle über sich und seinen Körper behalten, bei Therapieentscheidungen gut informiert mitbestimmen können.

Abgestuftes therapeutisches Vorgehen, nur so viel/stark wie nötig eingreifen, schonend aber ausreichend wirksam, Mut, auch einmal geduldig und wachsam einen Verlauf zu beobachten. Selbstheilungskräfte des Körpers weder unter- noch überschätzen und optimal aktivieren.

Mein Zugang zum Potienten

Gründliche Klärung erblicher, lebensgeschichtlicher, beruflicher, familiärer und Lebensstil-Faktoren, die zur Gesundheit/Gesundung oder Krankheit/Krankwerden beitragen können. Wonach "drängt" der Körper, die Seele des Menschen, was ist beeinflußbar, was nicht?

Bei neuen Potienten meist bei einem weiteren Treffen: Gründliche körperliche Untersuchung, insbesondere auch: An die eigenen Eigenschaften und Gene bestens angepasste Lebensweise und Vorsorge gehen vor Therapie und Medikamenten.

Mein Vorgehen bei Problem- und Spezialfällen

Nutzung eines Netzwerks von Literatur, Internetadressen, Recherchen, Qualitätszirkeln (Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren) und Kontakten mit KollegInnen , Selbsthilfegruppen und vielen anderen Quellen.

Frei nach Antonovsky (Salutogenese): Stärken der gesundheitsfördernden Faktoren des Menschen. Äußerungen des Körpers verstehen lernen (Was will mein Körper mir sagen mit seinen Symptomen?), Förderung eigener Energiequellen, um mit Gesundheitsstörungen adäquat umgehen zu können, Gegenmaßnahmen früh auch selbst einleiten zu können, Bedeutung einer Krankheit in der Lebensgeschichte, Sinn der Ereignisse fürs Leben. Nicht für alles, was uns widerfährt, sind wir verantwortlich.

Ziel unserer Maßnahmen und unserer Lebensführung ist es, einen Zustand wiederherzustellen, in dem unser Körper "im ungestörten unbewussten Vollzug der Körpertätigkeit"  (H.G. Gadamer) zu einem immer neuen, kontinuierlichen Gleichgewicht findet (Äquilibrogenese n. Musselmann :-), in dem er bleiben kann und das er, auch wenn es natürlich ständig Störungen aus der Umgebung gibt, immer wieder herstellen kann, auch dank andauernden Trainings und durch gezielte Forderung des Organismus (z.B. durch Yoga, das eine Art Training für Belastungsspitzen des Alltags ist).

Zum Thema Medizin und Qualität

_MG_9393.jpgIch denke, daß sich Qualität von ärztlichem Tun nie nur nach statistischen Studien richten kann, da eine Menschenbegegnung mit statistischen Methoden nur sehr begrenzt einer Untersuchung und Verbesserung zugänglich ist. Viele Studien, auf denen moderne Medizin, insbesondere Pharmakotherapie, baut, sind mangelhaft, z.T. so schwerwiegend, daß die Ergebnisse nicht verwertbar sind. Nachzulesen z.B. im Buch: "Der Hund, der Eier legt" (Beck-Bornholdt, Dubben).

Wichtige und methodisch-mathematisch korrekte Studien sollte man kennen, sie auch in der Therapie berücksichtigen, aber immer im Blick behalten, daß sie nur für ganz spezielle Situationen gelten, für einen oft sehr kleinen Bereich medizinischer Fragestellungen und daher in der Komplexität des ärztlichen und menschlichen Alltags nur beschränkt aussagekräftig sind. Neben der Wissenschaft sind mindestens gleichrangig die Erfahrung von Patienten und Ärzten, auch mit dem eigenen Körper, zu berücksichtigen.

Medizin ist keine Wissenschaft, bestenfalls kann man sie als Erfahrungswissenschaft bezeichnen.
Die moderne Versorgungsforschung ist am ehesten ein Weg, medizinische Erkenntnisse nah an der Realität des Menschen, des Alltags zu gewinnnen.

In erster Linie ist Medizin und Heilkunst als ein Prozeß zu sehen, bei dem durch genaue Beobachtung und Optimierung eigenen Handelns unter Beratung durch verschiedene Fachleute und Informationsquellen eine Annäherung an eine Wahrheit erfolgt, immer in Wechselwirkung mit dem Menschen als Potienten. Viele Wege vermögen Gesundheit zu erhalten und wiederherzustellen, jeder Therapeut muß den finden, der ihm entspricht, jeder Potient ebenso. Die Wege werden meist, wie z.B. Vorlieben und Verträglicheiten beim Essen, individuell sein müssen. Die Therapie, Diät usw. für alle gibt es nicht.

Ich wünsche uns einen gemeinsamen Weg gegenseitiger Erhellung.

© 2001, 2013 - Dr. med. Berthold Musselmann, D-69168 Wiesloch - Datenschutzerklärung | Impressum

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